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TOHUWABOHU: Zum Umgang mit Rechtspopulismus

Das Durcheinander geht weiter. TOHUWABOHU ist eine Kulturreihe, die zu Vielfalt und Verstehen anstiften soll. „Es ist ein freundliches Durcheinander, das wir seit einigen Jahren präsentieren“, so Eberswaldes Kulturamtsleiter Dr. Stefan Neubacher. Unter seiner Regie und in Kooperation mit dem Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio und der Koordinierungsstelle für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit findet die Veranstaltungsreihe in diesem Jahr bereits zum vierten Mal statt. Fünf Veranstaltungen sind bislang für das Jahr 2018 geplant, weitere werden folgen.
„Das Kulturamt bringt so manches Mal den Verwaltungsalltag durcheinander und durch diese Reihe fest eingefahrene Perspektiven. Ich hoffe, dass wir alle dadurch Dinge aus einen anderen Blickwinkel wahrnehmen und uns so für Neues, Unbekanntes öffnen“, so Sozialdezernent Prof. Dr. Jan König im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 9. März 2018 in der Bibliothek. Viele Eberswalderinnen und Eberswalder waren gekommen, um Kübra Gümüsay, eine feministische Muslima, Aktivistin und Bloggerin, zu lauschen. Sie sprach über den Umgang mit Rechtspopulisten und fand sehr deutliche Worte. Kübra Gümüsay ging während ihres Vortrages und Ihrer Diskussion unter anderem mit der Nutzung des Internets und neuer Medien hart ins Gericht. „Im Internet manifestiert sich das gesagte, die Sprache. Wenn es keine Sanktionen gegen den Hass gibt, wird dieser immer lauter. Das Internet ist ein eindimensionaler Nähboden  für Hass, Kritik und einseitige Profilierung“, so die Journalistin.
In ihrem Blog „Ein Fremdwörterbuch“ setzt sie sich dafür ein, Stereotype aufzubrechen. In ihren Beiträgen thematisiert sie die Bereiche Politik, Gesellschaft, Feminismus und Islam. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Organisierte Liebe“ forderte sie: Wir müssen Liebe organisieren, weil das Schweigen im Angesicht des lauten Hasses ein Zustimmen ist.
Die weiteren TOHUWABOHU-Veranstaltungen im Überblick: Mit dem Film „Off-Side“ greift die Reihe passend zur WM das Thema Fußball auf. Der Film wird am 25. Juni 2018 im Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio gezeigt. Der iranische Film von Jafar Panahi spielt am Rande des entscheidenden Fußballländerspiels der iranischen Nationalmannschaft zur Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gegen den Bahrain in der iranischen Hauptstadt Teheran. Die Handlung rankt sich um einige Frauen und Mädchen, die das Spiel live im Stadion verfolgen wollen. Deutscher Kinostart des Films war der 22. Juni 2006. Im Iran wurde der Film verboten. Im Anschluss an den Film wird das Fußballspiel Iran vs. Portugal übertragen.
Im Rahmen von TOHUWABOHU werden auch Heldinnen zu sehen sein. Das Projekt Add your Heroine ist einer der Preisträger des Amadeu Antonio Preises 2018. Die interaktive Ausstellung umfasst 12 großflächige Portraits von medialen Heldinnen der Macherinnen Billie Mind und Evelyn Rack. Gedruckt auf Lkw-Planen sind sie in einem Kreis aufgespannt und jeweils mit einem QR-Code versehen. Das Scannen des Codes mit einem smart-device lässt ein Comic-Kapitel mit dieser Heldin erscheinen. Doch diese Sammlung an Heldinnen ist nur der Anfang. Viele Teilnehmerinnen der Ausstellung haben bereits ihre eigenen Heldinnen der Sammlung hinzugefügt. So werden auch die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung ihre Heldinnen hinzufügen können. Das genaue Datum wird noch bekannt gegeben, Ausstellungsort wird das Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio sein.
Eine Lesung wird auch wieder Teil der Kulturreihe sein. Adriana Altararas hat mit „Titos Brille“ und „Doitscha“ zwei unterhaltsame und anregende Bücher über ihr Leben als Jüdin in Deutschland geschrieben. Im Herbst erscheint ihr neues Buch, das sie in der Reihe TOHUWABOHU vorstellen wird.
Die Reihe TOHUWABOHU - Anstiftungen zu Vielfalt und Verstehen wird in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Lesung, Konzert (Benefiz für den Flüchtlingsfonds, Film und Ausstellung präsentieren und damit das Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio so mit Leben füllen. „Damit werden wir der Verpflichtung gerecht, die wir mit der Namensgebung eingegangen sind“, so der Sozialdezernent.

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